Aktuelles zur Corona-Krise

Vorweg möchten wir zunächst ausdrücklich betonen, dass unser oberstes Ziel darin besteht, das Unternehmen und damit alle Arbeitsplätze zu retten, damit wir nach Ende der Krise wieder in gewohnter Art und Qualität für unsere Fahrgäste da sei können. Diesem Ziel hat sich unsere Geschäftsführung gemeinsam mit ihrem Leitungs-Team, dem Beirat mit Firmengründer Ralf Köhler an der Spitze und unseren Investoren gemeinsam verschrieben und dem ordnen wir alles, auch persönliche Interessen, konsequent unter. Unter diesem Dach versammeln wir uns alle und appellieren an dieser Stelle schon einmal an alle Beteiligten, uns hierbei zu folgen und wo Sie können auch aktiv zu unterstützen. Es geht um nicht mehr oder weniger als um das Überleben und die Zukunft von Köhler-Transfer!

Die Ausgangssituation

  • Weit mehr als 90 % unseres Fahrbetriebes müssen zurzeit leider ruhen. Dafür kann niemand etwas, es konnte oder kann aber auch niemand abwenden und es ist momentan noch nicht absehbar, wann wir wieder fahren dürfen.
  • Dadurch bricht natürlich zunächst erst einmal unmittelbar ein Großteil unserer Einnahmen weg. Keine Leistung – kein Geld.
  • Der weitaus größte Posten unserer Kosten sind Fixkosten. Dazu zählen Personalkosten, etwa verstetigte Löhne oder Festgehälter, und KFZ-Kosten in Form von Leasingkosten – um nur die größten Brocken zu nennen.
  • Das bedeutet unter dem Strich, dass aufgrund ausbleibender Einnahmen und nahezu unvermindert weiter anfallender Kosten sehr schnell eine Schieflage entsteht, die kein Unternehmen der Welt einfach wegstecken kann, schon gar nicht auf Dauer.
  • Die Ertragsmargen in unserem Geschäft sind generell sehr gering, so dass wir uns auch keinen großen finanziellen Puffer aufbauen konnten. Wir leben mit einem starken Wettbewerb und großem Preisdruck, so dass üblicherweise meist nur der Preis darüber entscheidet, wer den ausgeschriebenen Auftrag bekommt.

Was haben wir gemacht und warum? 

  • Es war sehr schnell klar, dass wir im Grunde nur zwei Hebel haben, die erfolgversprechend sind: die Einnahmen und die Personalkosten. Nur wenn wir an beiden Schrauben kräftig drehen können, das heißt dafür sorgen, dass von unseren Kunden weiterhin Geld in ausreichendem Umfang fließt und wir zusätzlich unsere Personalkosten deutlich reduzieren, haben wir eine Chance, diese Krise zu überstehen.
  • Also sind wir unter anderem an unsere Kunden herangetreten und haben diese darum gebeten, uns wenigstens anteilig weiter zu bezahlen – obwohl wir momentan ja unsere Fahrdienste als Gegenleistung nicht erbringen können.
  • Parallel dazu haben wir uns selbstverständlich ebenfalls umgehend um staatliche Hilfen bemüht, was allein in Hessen bis Ende März 470.000 Unternehmen getan haben! Daraus ist leicht ersichtlich, dass hier nicht mit schnellen Reaktionen zu rechnen war. Die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter sowie die Entscheider in den zuständigen Dienststellen wurden geradezu überrollt von Anträgen und konnten diese Flut an Anfragen kaum bewältigen. Wir möchten an dieser Stelle unser Verständnis, unseren Respekt und Dank für alle zum Ausdruck bringen, die hier seit Wochen unter enormen Belastungen großartige Arbeit leisten!
     
    Der Stand Ende März war so, dass aufgrund unserer Unternehmensgröße für uns lediglich das Instrument der Kurzarbeit greift. Außerdem können wir einen Betriebsmittelkredit der KfW in Anspruch nehmen. Beides haben wir in Angriff genommen, wobei der KfW-Kredit ja irgendwann auch wieder zurückgezahlt werden muss (mit Zinsen!) und damit am Ende lediglich einen Zahlungsaufschub bewirkt. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

    Bei der Kurzarbeit stellt es sich so dar, dass diese aus verschiedenen gesetzlichen Gründen lediglich für etwas mehr als 200 Fahrerinnen und Fahrer sowie unsere Kolleginnen und Kollegen in der Administration in Frage kommt. Da das Unternehmen das nicht einseitig anordnen kann, haben wir um Zustimmung der Betroffenen gebeten und diese auch größtenteils bekommen, so dass seit 1. April ein Teil unserer Belegschaft in Kurzarbeit ist. Für diese Bereitschaft, auf Geld zu verzichten –auch wenn es teilweise schwerfällt- und damit einen wertvollen Beitrag zum Meistern dieser Krise zu leisten herzlichen Dank!
  • Die Rückmeldungen unserer Kunden waren durchaus unterschiedlich und zum Teil auch recht schleppend, was nicht verwunderlich ist, da diese teilweise gar nicht selbst über die Gelder verfügen, die an uns fließen. Diese werden häufig von Kostenträgern wie in Hessen dem Landeswohlfahrtsverband oder anderen Institutionen verwaltet und die dortigen Entscheider müssen auch wieder übergeordneten Stellen in der Landespolitik Rechenschaft über die Verwendung der Gelder ablegen. Sie können und dürfen nicht so einfach eine Zahlung ohne Gegenleistung freigeben. Das ist uns bewusst und insofern war klar, dass sich dieser Prozess etwas länger hinziehen würde.
  • In der Zwischenzeit wurde die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben immer größer und wir mussten schnell weitere Maßnahmen ergreifen, um eine mittelfristig drohende Insolvenz abzuwenden. Deshalb haben wir zunächst unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Kurzarbeit nicht möglich war und deren Kunden uns zunächst keine Zahlungszusage für die jeweilige Tour geben wollten oder konnten, angesprochen und darum geworben, einer Vertragspause zuzustimmen, indem sie unbezahlten Urlaub nehmen.
  • Leider war die Resonanz hierauf zunächst ebenfalls eher dürftig, so dass wir uns Ende März bedauerlicherweise gezwungen sahen, kurzfristig einem Großteil unseres Fahrpersonals einschließlich ihrer direkten Vorgesetzten vorsorglich zu kündigen
    Dies war eine sehr schwere Entscheidung, die wir so nicht treffen wollten und die wirklich schmerzhaft war. Wir hatten aber schlichtweg keine andere Wahl, um die Chance auf Rettung unseres Unternehmens aufrechtzuerhalten. Unser ausdrückliches Ziel lautet nach wie vor, diese vorsorglichen Kündigungen so schnell wie nur irgend möglich wieder rückgängig zu machen – sofern es unsere Gesamtsituation erlaubt!  

Wo stehen wir und wie geht es weiter? 

  • In der Zwischenzeit erklären sich erfreulicherweise immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit, ihren Beitrag zu leisten – auch wenn es teilweise natürlich sehr schwer fällt und drastische Einbußen für die Betroffenen nach sich zieht. Die Geschäftsführung weiß, dass dies ein großes Opfer zum Wohle des Unternehmens darstellt. Vielen, vielen Dank dafür! 
  • Auch unsere Kunden haben bei den Entscheidern ihrer jeweiligen Kostenträger und die wiederum bei ihren übergeordneten Entscheidern wertvolle Überzeugungsarbeit geleistet, was dazu führt, dass zunehmend weitere Zahlungen zugesagt werden. Das hilft uns, die Lücke von der Einnahmenseite her zu schließen  - auch dafür ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten für ihre tatkräftige Unterstützung!

Ausblick

Wenn diese Krise etwas Gutes hat, dann das:
Unter dem Strich zeigt sich, dass wir das alles nur solidarisch miteinander überstehen können – und wie es aussieht, haben das auch mittlerweile viele verstanden. Wir müssen alle eng zusammenstehen, alle unseren Beitrag leisten, um gemeinsam durch diese schwierige Zeit zu kommen – damit wir am Ende weiter das machen können, wofür wir angetreten sind: unseren liebgewonnenen Schützlingen mit unserer Dienstleistung die Teilhabe an einem sozialen Leben ermöglichen. 

In diesem Sinnen bedanken wir uns nochmals ganz herzlich für Ihr Verständnis für unsere Hartnäckigkeit, für die fallweise harten Maßnahmen, Ihre unverminderte Treue zu unserem Unternehmen, Ihre Unterstützung und Solidarität sowie Ihren Einsatz für Köhler-Transfer und unsere Fahrgäste! Durch die positive Entwicklung der letzten Tage ist unsere Zuversicht gewachsen und wir sind nach wie vor überzeugt davon: Alle zusammen schaffen wir das!

Wir werden Sie auf dieser Seite weiterhin kurzfristig über aktuelle Neuigkeiten informieren. Schauen Sie also gerne regelmäßig rein!